​DIE DISCOUNT-AGENTUR – EIN GESCHÄFTSMODELL MIT ZUKUNFT?​

p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px FagoNoBold} – Präambel –  Das Wort klingt doch gut, oder? Also, ich meine, dass mein folgender Beitrag diesen Touch eines intellektuelle Einstiegs schon deshalb benötigt, um mir Gehör bei den wichtigen Entscheidern und Machern unserer über alle Branchen hinweg so erfolgreichen Wirtschaft zu verschaffen. Da kann man nicht so direkt zur Sache kommen, nein, es muss schon ein bisschen Prosa und Pathos mitschwingen, wenn man Aufmerksamkeit bei seinen potentiellen Kunden erlangen möchte. Da bedarf es durchaus flankierender Effekte wie Blitz und Donner, gerne auch akustisch, idealerweise im Stile von Hans Zimmer, „unserem“ mehrfach Oscar-gekrönten Filmkomponisten, bei dessen Klängen Gladiatoren, King Arthur, die letzten Mohikaner und Braveheart dann doch starben und der deutlich machte, wie treffsicher Musik faszinieren und berühren können. Sind Sie jetzt bei mir? Habe ich Ihre ganze Aufmerksamkeit? Das ist mir sehr wichtig, denn das, was ich loswerden möchte, betrifft nicht nur mich persönlich, sondern eine ganze Branche einschließlich deren Peripherie.Ich möchte Sie abholen, indem ich Ihnen eine ganz einfache Aufgabe gebe. Um mein Anliegen zu verstehen, stellen Sie sich bitte folgendes vor: Sie persönlich müssen ein neues Produkt – zum Beispiel eine Pizza-Lieferdrohne – im deutschen Markt einführen. Viel mehr wissen Sie nicht. Das „Briefing“ ist (wie so oft) sehr vage, das Budget noch nicht bekannt („warten wir doch erst mal Ihre Ideen ab!“), und die Marktzahlen lassen vermuten, dass bei deren Erhebung nicht so wirklich in die Tiefe gegangen wurde. Leichte Aufgabe, könnte man jetzt sagen. Da setzen wir uns mal „ein paar Stündchen“ (Verniedlichungsform zum Kleinreden des Aufwands) hin, und dann haben wir genügend Ideen, um darauf aufbauend eine 360°-Kampagne zu machen. An dieser Stelle möchte ich Sie zur Seite nehmen und Ihnen eine „schnelle“ Zusatzaufgabe geben, die Zeit drängt nämlich! „Finden Sie einen Namen für diese Pizza-Lieferdrohne und formulieren Sie ein paar passende Botschaften dazu. Nur kurz! Aber natürlich pfiffig! Peppig! Etwa so wie „Früher kamen Kuriere auf dem Schimmel, heute kommen sie vom Himmel“ ... oder ... ähm ... „Egal wo ich wohne, meine Pizza kommt per Drohne...“  Ist doch leicht – oder? Wie, Ihnen fällt dazu auf die Schnelle nichts ein? Ist das Ihr Ernst? Also wenn ich mir so meinen normalen Agenturalltag und die damit verbundenen Aufgaben vor Augen halte, bin ich jetzt aber echt irritiert. Da höre ich mehr denn je „machen Sie sich doch mal schnell ein paar Gedanken dazu, nichts Großes – Sie wissen schon, einfach mal so ein Querschnitt, um zu sehen, wohin es gehen könnte ... und produzieren Sie bloß keine unnötigen Kosten!“ Spätestens jetzt, wenn Sie Ihren Versuch des Textens vollkommen entnervt abgebrochen haben, müssten Sie erneut in sich gehen und Ihre Vorstellung über Werbeagenturen und deren Arbeit überdenken – vorausgesetzt natürlich, Sie hatten bis dahin überhaupt eine.  Und schlagartig verspüre ich jetzt beim Schreiben dieser Zeilen wieder diese aufsteigende Unruhe, dieses Erhöhen meines Pulsschlags – und eine damit verbundene wachsende Verärgerung. Verärgerung über die allem Anschein nach komplett fehlende Vorstellung darüber, wie wir es immer wieder schaffen, auf ein leeres Blatt Papier sinnvolle, gut klingende/aussehende, wirkungsvolle, kluge, treffende, lustige, nachdenkliche, provokante und ehrliche Botschaften zu schreiben, zu gestalten und in den verschiedensten Formen umzusetzen.  Müssen wir vor diesem Hintergrund ernsthaft um- und darüber nachdenken, ob ein erfolgreiches Agenturmodell analog „Flyer Alarm“ funktionieren könnte: mit einer an Schlagworten festgemachten Preisliste, idealerweise noch bebildert wie die wunderbaren bunten Eiskarten der Land auf, Land ab präsenten Cafés, Bars und Gelaterias? EIN Problem von vielen ist, dass mir so spontan kein Bild für den Menüpunkt „Markenprozess“ einfällt. Ebensowenig wie ein dazu passender Discountpreis – gemäß dem Motto „Markenentwicklung – heute im Angebot!“.  Wenn ich mir dieses Szenario vor Augen halte, ziehe ich umgehend die mentale Reißleine und werfe ein lautes NEIN in die fiktive Runde! Es ist schlichtweg nicht möglich – auch nicht beim allerbesten Willen –, kreative Prozesse zu pauschalieren und dadurch den Eindruck zu erwecken, dass man in vorgegebenen Zeitfenstern ein optimales Ergebnis liefern kann. Die schlechtesten Ideen sind die, die einem sofort einfallen. Sie sind immer Mittelmaß, weil sie bei etwas Nachdenken JEDEM einfallen könnten – auch Ihnen selbst, dem Auftraggeber. Von einer Agentur dürfen Sie mehr erwarten. Vorausgesetzt, Sie lassen sie ihre Arbeit machen. Vielleicht hatten oder haben Sie das Glück, eine gute Marketing- oder Werbeleitung in Ihrem Unternehmen zu haben. Eine, die tatsächlich briefen kann. Eine, die Agenturarbeit wertschätzt. Eine, die den Entstehungsprozess einer Werbemaßnahme oder Kampagne nachvollziehen kann. Wenn dem so ist, brauchen wir nicht weiter über Discount-Modelle nachzudenken. Wir alle müssen nur anerkennen, dass Kreativität nicht vom Himmel fällt, nicht von der Stange oder vom Fließband zu bekommen ist, sondern harte, aufwändige, aufreibende Arbeit ist. Und die kostet neben dem Faktor Zeit eben auch Geld. Geld, das jedoch hervorragend angelegt ist, wenn Auftraggeber und Agentur sich als Partner begreifen und dementsprechend zusammenarbeiten.   Wenn dem so ist, wird sich Ihre Agentur in der Zusammenarbeit wohl fühlen, sich als gleichwertiger Kollege in Ihrem Team betrachten – und hochmotiviert beste Ergebnisse produzieren.  Wenn dem aber nicht so ist, sollten Sie noch einmal in sich gehen und darüber nachdenken, wie schnell sie diesen für beide Parteien – Unternehmen und Agentur – unbefriedigenden Zustand ändern können.  Am besten, Sie fangen damit an, dass wir uns auf eine Tasse Kaffee verabreden ...        

DER SIEGESZUG DER EMOJIS – UND KEINER KANN ENTKOMMEN!

p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px FagoNoBold}5 Thesen zur Smiley-Revolution  1. Sind Sie Sprachpurist? Dann müssen Sie leiden!Bekommen Sie noch Kurznachrichten ohne Emojis? Wahrscheinlich selten. Außer Sie haben im Freundeskreis ausschließlich Germanisten, die sich entweder für die deutsche Sprach-Leitkultur zuständig halten oder ein Nostalgie-Gen innehaben, das sie zum Lobpreis der vordigitalen Zeit drängt. Doch diese kleine Gruppe ist die Ausnahme, denn wir stecken alle unter der Emoji-Decke und mitten in einer Veränderung der Kommunikationskultur. Das persönliche Gespräch und auch Telefonieren ist out. Dagegen wird getippt oder gesprachnachrichtet, bis wir gegen den Laternenmast knallen. Der neue Schreibstil, der unsere Kurznachrichten prägt, hat den Charakter des persönlichen Dialogs und glänzt durch größtmögliche Informalität. Vor allem die junge Generation verstößt dabei bewusst gegen Sprachregeln und ist hierbei keineswegs (nur) dumm, sondern eventuell hochkreativ. Denn „Gehma  “ ist absolut verständlich!Gegenüber steht die Norm. Das Hochdeutsch, der unverrückbare Fels der Sprachkultur. Bewegt sich dieser wie zur Zeit erheblich, wird der Untergang der Kultur prophezeit. Doch der Wandel ist unaufhaltsam und wir können nur die kreativen Erweiterungen gutheißen – und gegen tatsächliche Sprachverwahrlosung die Fahne hochhalten!   2. Unsere Digital Natives verdummen (Wahrscheinlich!) trotzdem nicht.In einer Studie wurden Deutschaufsätze von Fünftklässlern mit deren Äußerungen im Internet verglichen – das Ergebnis: Die Schüler wissen meist ganz genau, in welchen Texten Formalität verlangt wird und wann sie Regeln brechen können. Eine ganz andere Diskussion liefert jedoch der pädagogisch immer weiter verbreitete Ansatz, das die Rechtschreibung weniger wichtig ist als der Inhalt unserer Wunderkinder. Zurück bleiben hier leider orthographie-verwahrloste Menschen, die sich im weiteren Leben einfach nur schwertun werden. Doch zurück zur digitalen Schreibe: Es wird also je nach Medium intuitiv unterschiedlicher Sprachstil eingesetzt und Rechtschreibfehler bleiben hier nähmlich genauso dämlich:  Im Digitalen wird höchst umgangssprachlich, in verkürztem Telegrammstil, manchmal bewusst im Kiezdeutsch „Treffen wir uns Bahnhof?“ – und eben gewürzt mit Emojis kommuniziert, wobei sich die Einsatzhäufigkeit je nach Geschlecht unterscheidet (Quelle: Süddeutsche Zeitung):    3. Wer keine Emojis benutz, gilt als harter Hund.Haben Sie es schon einmal konsequent versucht, Kurznachrichten ohne Emojis zu bestücken? Aus eigener Erfahrung: Es fällt immer schwerer, hier keine Irritationen zu erzeugen. Wer seine Nachricht mit normalen Satzzeichen bestückt, wirkt förmlich und es gelingt kaum, die gewünschte Nähe zum Adressaten herzustellen. Es scheint, wir trauen uns nur noch die richtige Deutung der eigenen Nachricht zu, wenn sie mit Bildern garniert ist. Mimik, Gestik und Tonfall, die im persönlichen Gespräch vermitteln, wie die Aussage gemeint ist, werden beim digitalen Schreiben durch Emojis ersetzt. Meist verstärken die Emojis die Aussage, z.B. wenn ich zu einem „echt traurig“ ein weinendes Gesicht hinzufüge. Oder sie zeigen auf: „Haallo! Meine Aussage ist ironisch gemeint!“. Oder sie sind einfach aus Spaß an der Freud eingesetzt, weil dann ist alles so schön bunt hier.    4. Obacht im Beruf – außer Sie vertreten den Grundsatz: Sei schlau, stell dich dumm.Treffen im Berufsalltag Mails mit Emojis ein, empfindet man das als unangebracht – fast genauso wie E-Mail-Signaturen, die in der Comic Sans gesetzt sind. Es beschleicht einen das Gefühl, der Absender kann nicht ganz ernst genommen werden. Die israelische Ben-Gurion-Universität bestätigt das in der Studie mit dem schönen Namen „The Dark Side of a Smiley. Effects of Smiling Emoticons on Virtual First Impressions“: Smileys signalisieren Inkompetenz! Und Personen, die Mails mit Emojis erhalten hatten, schreiben weniger faktenreich zurück. Warum auch, wenn man den anderen für einen Dummy hält.   5. Emojis im Marketing sind was für KönnerIn der Social-Media-Kommunikation von Consumer-Marken mit jungen Zielgruppen sieht man, wie etabliert die neue Sprachform bereits ist. Geschriebener Text wird ergänzt und emotional dekoriert.  (Quelle: Instagram: dm_deutschland).   Eine Studie beweist sogar, Instagram-Beiträge, die mit Emojis versehen sind, bekommen 17% mehr Interaktionen. Aber: Je älter die Zielgruppe wird, umso mehr sinkt der Wert. Nicht unbedingt verwunderlich ist (siehe 1.!)Drei Dinge muss man in der werblichen Kommunikation auf der Platte haben:• Erstens Emojis können missverstanden werden, • zweitens sind Emojis bisher erst bei einer bestimmten Zielgruppe populär und • drittens nervt ein übereifriger Einsatz.  Das ist wie überall in der Kommunikation: Die Ansprache muss für die Zielgruppe authentisch sein, sonst geht der Smiley nach hinten los.Dazu kommt, wenn wir uns außerhalb der gängigen Social-Media Netzwerke bewegen: Emojis sind geschützt und jeder Anbieter hat sein eigenes Emojis-Set. Möchte man sie für kommerzielle Zwecke einsetzen, muss man sich Lizenzen erwerben – oder selbst welche gestalten.  Und wo führt das alles hin? Das weiß niemand. Im Moment sind Emojis ein zusätzlicher Bestandteil unseres Sprach-Baukastens, aber ob sie langfristig überleben, weiß niemand. Vielleicht sind sie bald so antikquiert wie ihre Vorläufer, die Emoticons ;-). Doch sie werden vermutlich nicht verschwinden, sondern eine technische Weiterentwicklung erfahren. (In eigener Sache: Die Autorin hat sich bisher im Privaten dem Gebrauch von Emojis hartnäckig widersetzt, doch sie wird langsam weichgekocht ... ) ​

WERTSCHÄTZUNG –EIN WEITERES FREMDWORT IM TAGESGESCHÄFT.​

Sie alle kennen sicher Reader’s Digest, jenes Druckwerk, das weltweit über 130 Millionen Abonnenten bedient und sich durch ein ganz besonderes Ranking Jahr für Jahr beim interessierten Leser der Tages- und Wirtschaftspresse in Erinnerung ruft: die Reader’s Digest Studie zu den vertrauenswürdigsten Berufen in zwölf Ländern dieser Erde. Und genau mit dieser gut gemeinten Studie beginnt bereits mein Problem. Oder konkreter gesagt: das Problem aller Werber und Werbungstreibenden. Seit Jahrzehnten wird dieses Ranking von den Feuerwehrleuten angeführt, gefolgt von Krankenschwestern und – man staune! – den Piloten. Uns Werber hingegen findet man ganz am Ende der Beliebtheitsskala, knapp vor den Finanzberatern und (das kann ich allerdings nachvollziehen) den Politikern, die das Schlusslicht bilden.  OFT VORAUSGESETZT: DIE GRATIS-LEISTUNGVor diesem Hintergrund muss ich davon ausgehen, dass offensichtlich alle Werbetreibenden, alle Marketingleiter, Geschäftsführer und (um im Jargon zu bleiben) CEOs dieser Welt diese Studie gelesen und verinnerlicht haben. Denn nur so ist es zu erklären, dass unserer Arbeit so wenig Wertschätzung entgegengebracht wird. Nur so ist es zu erklären, dass wir leider allzu häufig aufgefordert werden, uns zu diesem Thema „doch mal ein paar Gedanken zu machen“, diese „paar Gedanken“ idealerweise auch zu illustrieren und nach Möglichkeit auch schon ein paar Textbeispiele mitzuliefern – und alles natürlich sehr zeitnah.Wenn ich dann in solchen Situationen meinem Gegenüber die auf der Hand liegende Frage stelle, wie diese Arbeit denn honoriert werden wird, blicke ich zuerst in ein schlagartig zur Maske mutiertes Gesicht. Dessen Schockstarre löst sich jedoch nach wenigen Augenblicken wieder auf und weicht dann einem beinahe mitleidigen Lächeln, das mir signalisiert, dass ich gerade als unverschämt eingestuft wurde. Den dann folgenden Satz: „Wir gehen davon aus, dass Sie das erst einmal ohne Berechnung machen, um zu sehen, ob wir zusammenpassen“, fasse ich als Bestätigung meiner Vorahnung auf.In der Regel nutze ich frecherweise genau diesen Moment des spürbaren Unwohlseins und der Irritation meines Gesprächspartners und schiebe eine  (aus meiner Sicht dringend notwendige) Begründung für eine Honorarforderung nach. Diese Begründung soll Verständnis dafür schaffen, dass mit dem gewünschten „illustrierten und betexteten Gedankenmachen“ echte Arbeit verbunden ist! Arbeit von Mitarbeitern, die lange gelernt und studiert haben, die als Berater, Texter oder Grafiker fest angestellt auf der monatlichen Payroll stehen und mit ihrem Gehalt sich und eine Familie ernähren müssen. ENTSCHEIDER = ZECHPRELLER?Ich frage dann in solchen Situationen provokant, ob mein potenzieller Neukunde diese selektive Gratis-Vorverkostung auch in einem guten Restaurant praktiziert. Ob er dort die Küche darum bittet, ihm doch kostenlos diverse Kostproben zu servieren, um sich daran orientierend final entscheiden zu können, ob er (durch dieses Procedere bereits gesättigt ...), das Restaurant ohne Bezahlung verlassen oder einen angemessenen Obolus entrichten möchte – eventuell verbunden mit der Zusage, weiterhin in diesem Restaurant zu essen.Und genau dann, wenn diese Frage gestellt ist, sehe ich die Antwort in den Augen desjenigen, der sich jetzt ertappt und unwohl fühlt. Ich sehe, wie er um innere Fassung und äußere Souveränität ringt – um dann oft genug den inhaltlich dümmsten, leider aber zutreffenden Satz loszuwerden: „Wenn Sie es nicht wollen – ok! Es gibt genügend andere Agenturen, die es gerne machen!“  Und jetzt, liebe Kollegen, seid ihr gefordert!Hört endlich auf, Euch unter Wert zu verkaufen und zeigt dieser Spezies von potenziellen Neukunden die rote Karte! Lasst sie wissen, dass unsere Arbeit – trotz Reader’s Digest Ranking – fundierte, kluge und kreative Arbeit ist. Arbeit, die es wert ist, angemessen bezahlt zu werden. Zeigt auf, welche Arbeit zum Beispiel hinter einem „mal schnell gemachten“ Layout-Clip steckt! Zeigt auf, wieviele Mitarbeiter wie lange zusammen sitzen, um eine fundierte Konzeption zu erarbeiten und welches Ergebnis dann am Ende dieses Prozesses vorliegt. Bietet Alternativen in Form von Konzeptpräsentationen mit Moodboards oder Ideenscribble an – stellt dabei aber sicher, dass diese für alle Pitchteilnehmer gilt, weil eben nur so Äpfel mit Äpfeln verglichen werden können.Natürlich wollen wir einen Pitch, an dem wir teilnehmen, auch gewinnen. Und natürlich werden wir auch weiterhin alles tun, um den Kunden davon zu überzeugen, dass wir die Richtigen sind für seinen Etat. Dass der eine Pitch-Teilnehmer mehr, der andere weniger dafür tut, diesen Etat zu gewinnen, ist sicher eine unternehmerische Entscheidung. Aber diese sollte vor dem Hintergrund getroffen werden können, dass der Auftraggeber unsere Arbeit wertschätzt und diese Wertschätzung mit einem angemessenen Honorar zum Ausdruck bringt. Wenn dies gelingt, haben wir alle etwas davon. Und wer weiß: Womöglich schaffen wir Werber es dann im Reader‘s Digest Ranking bis zu den Feuerwehrleuten. Wie gut sich die Wertschätzung da ganz oben anfühlt, weiß ich: Schließlich bin ich – welch ein Zufall! – 30 Jahre lang Kommandant der Lindauer Feuerwehr gewesen ... ​

HANDSCHLAG-MENTALITÄT - EIN NEUES FREMDWORT IM DAILY BUSINESS.​

Von Robert Kainz: Ein Gefühl von Wehmut legt sich auf die Seele langgedienter „Werbedinos“, wenn sie sich der Zeiten erinnern, in denen ein Handschlag Protokoll und Vertrag in einem war, in denen das Wort VERLÄSSLICH noch Gewicht und Bedeutung im täglichen Geschäft hatte und Entscheidungen direkt und unmittelbar am Tisch getroffen wurden. Wie erfrischend waren diese Zeiten, in denen keine Berufsanfänger mit BWL-Studium – Schwerpunkt Marketing – Ansprechpartner für die Agentur waren, in denen das Gegenüber auf Kundenseite die Agentur als Partner in gemeinsamer Mission begriff und nicht als Lieferant und Erfüllungsgehilfe von theoretischen Marketingmodellen. Wie effizient und konstruktiv waren die Zeiten, in denen nicht wegen jeder neuen Visitenkarte gepitcht wurde (am besten kostenlos, versteht sich), sondern stattdessen – basierend auf einem fundiertem Briefing – Lösungen erarbeitet wurden, die nicht wie heute allzu oft durch endlose Abstimmungsschleifen weichgespült werden. Wie erfrischend war es, eine Entscheidung direkt im Meeting zu bekommen und nicht wie heute Wochen zu warten, bis eine die eigene Position schriftlich absichernde Aussage erlangt werden kann. War es früher (ich weiß, es hört sich verdammt nach „von gestern“ an!) die Regel, dass der Gesprächspartner seine getroffene Entscheidung mit einem spürbaren Händedruck besiegelte, so ist es heute ein langwieriges Absichern über alle Unternehmens-Hierarchie-Ebenen hinweg, an dessen Ende umfangreiche schriftliche Vereinbarungen stehen, die häufig mehr einengen als kreativen Spielraum lassen. Wie erfrischend war es, am Tisch eine spontane Reaktion auf das Präsentierte zu bekommen – statt eines Pokerfaces oder hilflos suchender Blicke in Richtung des vermeintlichen Entscheiders. Wie belebend war es, sich mit einem Patriarchen zu fetzen, der dieses Wortgefecht als ebenso belebend empfand, der Offenheit und Ehrlichkeit schätzte und diese selbst praktizierte. Keine Worthülsen und Plattitüden, keine heiße Luft, sondern Fakten und unmissverständliche Statements waren die Regel. Und das, was damals die Ausnahme war, ist heute leider die Regel: nichtssagende Floskeln und nicht klar zu deutende Vorstellungen davon, was anders sein sollte, warum und wie es anders sein sollte. „Jammern hilft doch nicht!“ kann man an dieser Stelle resümieren. Und nein, es hilft in der Tat nicht dabei, diesen Trend abzuwenden. Aber man kann und muss sich selbst und der wertgeschätzten Handschlagsqualität und -mentalität treu bleiben. Man kann weiterhin zu den Menschen gehören, deren Händedruck nicht nur ein physischer Vorgang ist, sondern eine Geisteshaltung widerspiegelt. Und sollten Sie einmal mit mir ins Geschäft kommen, können Sie meinen Handschlag als das begreifen, was er seit Jahrzehnten ist: ein absolut zuverlässliches Statement. Hand drauf!​

KEIN JOB FÜR VEGANER: GESCHÄFTSBERICHT FÜR ZENTRAG.​

Für die Zentralgenossenschaft des europäischen Fleischergewerbes EG gestaltete kainz den Geschäftsbericht mit Titel „ZENTRAG 4.0“. Metzgerhandwerk und Digitalisierung? Genau. Auch das traditionelle Handwerk bewegt sich wie wir alle in einer Welt, die von neuen digitalen Angeboten umgekrempelt wird. Wie Metzgereien auf den Goliath Amazon Fresh oder auch die Fleischtheken der Supermärkte reagieren können, haben wir in einem kleinen, dem Geschäftsbericht beigelegten Büchlein aufbereitet.   MAN BEKOMMT KEIN FLEISCH OHNE BEILAGE. Termin für die Vergabe des Geschäftsberichts war die Generalversammlung in Braunschweig Ende Juni. Für den „seriösen“ Teil bereitete kainz die Präsentation des Geschäftsberichtes ansprechend auf (ja, auch Powerpoint kann man schön machen!). Als Einführung ins Thema „ZENTRAG 4.0“ konzipierten und schnitten wir einen kurzweiligen, internen Spot – und gestalteten die flankierende Event-Ausstattung wie Fahnen, Roll-ups und Menükarten. Auch konnten wir unsere Event-Erfahrung einbringen und das Abendprogramm mitkonzipieren. Wir freuen uns darüber, dass die Veranstaltung bei den Mitgliedern sehr gut ankam und wir weitere Projekte mit ZENTRAG in Planung haben.  

PITCH-GEWINN HANSA SHOWER-KAMPAGNE!

In lange dauernden Beziehungen gibt man sich keine Mühe mehr miteinander? Nicht, wenn man kainz zum Partner hat! Als HANSA, für die wir schon seit 2004 arbeiten, um den Etat für eine große Image- und Produktlaunchkampagne pitchen ließ, legten wir uns mächtig ins Zeug. Mit unserer ganzen Erfahrung und einem dennoch neuen Blick auf Vertrautes erarbeiteten wir eine mehrstufige Kampagne unter dem Dach „INSPIRE YOUSELF“. Ein Konzept, das unseren langjährigen Kunden inspirierte – und ein weiteres Mal von uns überzeugte. Hier gibt‘s Inspiration!​

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